Kann ich in der Zahnarztpraxis bedenkenlos im Internet surfen?

Nehmen wir an, ich bin in einer Arztpraxis angestellt.
Darf ich dann an meiner Arbeitsstelle bedenkenlos im Internet surfen oder nicht?

Wir sagen – Jain!

Wenn der eigene Arbeitsplatz in der fiktiven Zahnarztpraxis nun einen eigenen Arbeitsplatz speziell für Internetrecherchen hat – Ja und das ohne Bedenken. Gibt es aber keine speziellen Internetarbeitsplätze dann würden wir von Internetrecherchen und speziell privatem Surfen unbedingt abraten.
Im Internet lauern überall Gefahren – ein Beispiel:
Wir sind auf der Suche nach einem Urlaubsort mit Sandstrand. Dabei bedienen wir uns einer der großen Suchmaschinen und landen schließlich auf einer Seite einer großen Tageszeitung mit einem Urlaubs-Badeort-Tipp! Von dort geht es weiter und nach zwei bis drei Mausklicks landen wir auf einem Server in Thailand. Die Bilder sind schön, das Angebot klingt verlockend. Die Mittagspause ist auch zu Ende.

Ab jetzt wird es spannend!

Wir haben nun verschiedene Internetseiten besucht. Google als größter Suchmaschinenanbieter warnt häufig vor Internetseiten auf denen schädliche Software gefunden wurde. Kommen wir nun aber über eine „saubere Seite“ zu unserem „Wunsch-Urlaubs-Domizil-mit-Sandstrand“ – dann sind wir schon weit von Google entfernt.
Es gibt bereits seit langem Schadsoftware, die Benutzereingaben mitlesen kann oder Bildschirmkopien anfertigen kann und damit möglicherweise sogar Patientendaten auf dubiosen Servern landen können – wir selbst wollen unsere Daten wohl behütet haben. Also sollten wir auch alles vermeiden, das zu einem solchen Fall unserer eigenen Kunden oder Patienten führen kann.

Die Installation einer solchen Schadsoftware erfolgt heute sehr häufig nicht über willentliche Zustimmung mittels eines „Trojanischen Pferds“ – nein. Häufig reicht der Besuch einer Internetseite und Module wie Java oder Adobe Flash mit einer nicht ganz aktuellen Version installieren dann den kleinen Spion auf unserem Computer, der direkt am Empfang alle Patientendaten direkt im Zugriff hat. So kann also eine auf dem Bildschirm angezeigte Werbung schon eine Schadsoftware nur bei der bloßen Bildschirmanzeige installieren. Ein anklicken des bunt blinkenden Superangebots ist häufig nicht mehr notwendig.

Wir können also nach einem Streifzug im Internet nicht wirklich sicher sein, ob unsere Patientendaten aus der Praxis nun noch sicher sind.

Wie lösen wir das Problem für sensible Netzwerke?

Wir trennen die Netzwerke strikt in solche mit Patientendaten und solche mit weniger sensiblen Daten. An Arbeitsplätzen an denen nur die Praxissoftware wie z.B. DampSoft oder CompuDent notwendig ist, erlauben wir auch nur diese Software und E-Mail, wenn notwendig. Einen flexiblen Internetzugang stellen wir auf besonders vorbereiteten Computern bereit – zur Recherche, nicht für die tägliche Arbeit. Die Datensicherheit und der Datenschutz der Patientendaten kann somit mit einer besonders hohen Qualität gewährleistet werden.

Also! Erst mit Chefin oder Chef abklären ob das Surfen überhaupt erlaubt ist und dann noch die Sicherheit nicht vergessen.

Gerne helfen wir Ihnen! Eine Sicherheitsanalyse Ihres Netzwerks in Ihrer Arztpraxis geht schnell, verschafft einen guten Überblick. Mögliche Schwachstellen sind häufig mit wenig Aufwand zu schließen, wenn sie denn erkannt werden.

Für Ihre Netzwerkanalyse schreiben Sie uns eine E-Mail an ko@osthoff.net oder rufen Sie uns unter (07144) – 700 100 an.

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